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Trostpflaster für kleine und große Patienten

Gilchinger Unternehmen spenden für Kindernotfalltraining der Helfer vor Ort

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten im Körperbau und anderen Normwerten beispielsweise bei Puls und Blutdruck müssen sie im Notfall anders behandelt werden. Welche Maßnahmen bei der Akutversorgung der kleinen Patienten zu ergreifen sind, übten die Helfer vor Ort der BRK Bereitschaft Gilching in einem intensiven Kindernotfalltraining. Gesponsert wurde die eintägige Schulung von Gilchinger Unternehmen. Mit gutem Beispiel voran ging das Versicherungsbüro Beffert & Wastian. Auf der Gewerbeschau stellten die Inhaber Bernd Beffert und Albert Wastian an ihrem Stand eigens für die ehrenamtlichen Helfer ein Sparschwein auf und baten die Besucher um einen kleinen Obulus. 266 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Die beiden Geschäftspartner zeigten sich jedoch noch spendabler und stockten den Betrag auf insgesamt 500 Euro auf. Damit nicht genug: Unterstützt wurden die Helfer auch von der Firma Eaton Deutschland, die seit 1985 in Gilching ansässig ist. Der Zulieferer für Hydraulik- und Leitungssysteme in der Luftfahrt stellte einen Zuschuss von 400 Euro zur Verfügung und ermöglichte damit das Praxistraining.

Im Notfall kühlen Kopf bewahren

Das Training absolvierten die Sanitäter aus gutem Grund: Mit neun Kindergärten, zwei Kinderkrippen, einem Schulkindergarten, zwei Grundschulen, einer Mittelschule und einem der größten Gymnasien Oberbayerns zählt Gilching zu den kinderreichsten Gemeinden im Freistaat. Auffallend häufig werden die Helfer gerade jetzt in der Erkältungszeit zu so genannten Pseudo-Krupp-Notfällen gerufen. Ursache ist ein meist harmloser Infekt, der jedoch nachts die hoch sensiblen, engen Atemwege anschwellen lässt und zu massiven Hustenattacken mit dem Bild eines Erstickungsanfalls führen kann. Gerade in solchen Situationen gilt es für die Helfer, kühlen Kopf zu bewahren. Denn neben dem kleinen Patienten müssen sie sich auch um die Eltern kümmern, die große Angst um ihr Kind haben. Fieberkrämpfe, Unfälle beim Spielen, ein Sturz vom Wickeltisch, Verbrühungen, aber auch Vergiftungen, denn Kinder stecken aus Neugierde vieles in den Mund, gehören zum Einsatzspektrum. Zum Glück nehmen Kindernotfälle häufig einen weit harmloseren Verlauf, als der besorgte Notruf befürchten lässt. Ein Pflaster, ein beruhigendes Gespräch mit den Eltern und oft sind kleine Wehwechen fast schon wieder vergessen, so die Erfahrungen der Sanitäter

Bessere Überlebenschancen bei Herzstillstand

training lucas
Mitglieder des BRK Gilchings beim üben

Helfer vor Ort des BRK Gilching mit neuem Reanimationsgerät ausgerüstet

1. September 2011, Gilching. „Lucas 2" heißt der neue Reanimationsassistent, mit dem das Helfer-vor-Ort-Fahrzeug der BRK Bereitschaft Gilching seit kurzem ausgestattet ist. Zum Einsatz kommt das Gerät bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand oder wenn der Herzmuskel nur noch unkoordiniert zuckt, jedoch kein Blut mehr fließt. Lucas wird dann über dem Brustkorb des Patienten fixiert und übernimmt durch kontinuierliche Brustkorbkompressionen die Pumpfunktion des Herzens. Vorteil: Die Rettungsassistenten und der Notarzt sind entlastet und haben in der Stress-Situation die Hände frei für andere wichtige Maßnahmen bei der Reanimation. Bessere Überlebenschancen hat der Patient zudem aufgrund der Gleichmäßigkeit der Herz-Druck-Massage. Etwa fünf Zentimeter tief und 100 bis 120 Mal pro Minute soll der Brustkorb eingedrückt werden. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass der Mensch sehr schnell ermüdet und diese Vorgaben schon nach wenigen Minuten nicht mehr halten kann.

Einsatz in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck

In einer intensiven Schulung haben die Helfer vor Ort der BRK Bereitschaft Gilching den Umgang mit dem neuen Reanimationsgerät trainiert. Erkenntnis für die Sanitäter: Spätestens drei Minuten nach ihrem Eintreffen am Einsatzort ist Lucas 2 bereit und unterstützt das Rettungsassistenten- und Notarztteam vor Ort. Der Zuständigkeitsbereich für die Gilchinger Helfer sind der nördliche Landkreis Starnberg sowie Teile des angrenzenden Landkreises Fürstenfeldbruck. Dass auch im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, zeigte der erste Einsatz: Bereits einen Tag nach Inbetriebnahme des Geräts wurden die Helfer zu einer Reanimation nach Bachern am Wörthsee alarmiert.

Starnberger hat gespendet

Gespendet für den neuen Reanimationsassistenten hat der Starnberger Jochen Reiß. Bei einem Spaziergang an der Seepromenade vor einigen Monaten brach er plötzlich zusammen und blieb regungslos liegen. Ursache: Plötzlicher Herztod. Nur der sofortigen Herz-Druck-Massage eines Passanten, dem schnellen Eintreffen des Rettungsdienstes sowie Lucas 2 der BRK Bereitschaft Starnberg ist es zu verdanken, dass der 71-Jährige überlebte und wieder völlig gesund wurde. Neben den BRK Bereitschaften Starnberg und neuerdings Gilching verfügt die Freiwillige Feuerwehr Herrsching über ein Lucas 2-Gerät zur flächendeckenden Versorgung im Landkreis.

Spende statt Champagner

350 Euro für BRK-Bereitschaft Gilching gesammelt

Mit einer tollen Idee unterstützen Christina und Catrin Simeth die Sanitäter des Helfer vor Ort Gilching: Anstatt einer Feier zur Wiedereröffnung ihres Friseursalons „CC Styling“ mit Nagelstudio, Damenbekleidung und Accessoires sammelten die Inhaberinnen knapp zwei Wochen zugunsten des Bayerischen Roten Kreuzes. Pro Kunde steckten sie zwei Euro in die eigens aufgestellte Spendendose. 350 Euro kamen auf diese Weise zusammen, die sie jetzt dem Leiter des BRK Gilching Matthias Noell und Bereitschaftsmitglied Michael Schäfer übergaben. Mit dem Geld wird ein Teil der Kosten für ein spezielles Kindernotfalltraining finanziert. Weil Gilching zu den kinderreichsten Gemeinden in Bayern zählt, werden die Helfer häufig zu Einsätzen mit kleinen Patienten alarmiert.

Rundum-Versorgung bei Großeinsätzen

Betreuungsfahrzeug der BRK-Bereitschaft Gilching in Dienst gestellt

29. April 2011, Gilching. Er ist zugleich Erste Hilfe Station für leicht Verletzte, mobile Küche sowie Anlaufstelle für bis zu 25 Personen: Der Betreuungsbus der BRK-Bereitschaft Gilching. Zum Einsatz kommt das Fahrzeug bei Großschadensereignissen, wie beispielsweise einem Wohnhausbrand zur Betreuung evakuierter Bewohner, oder wie am Ostersonntag beim Chlorgasaustritt im Gautinger Freibad, um vorsorglich Anwohner in Sicherheit zu bringen. Die ehrenamtlichen Helfer des neuen BRK-Betreuungsdienstes verteilen dann heiße und kalte Getränke, bereiten kleine Mahlzeiten zu und sind Informanten, die die Betroffenen über die aktuelle Lage auf dem Laufenden halten.

Alarmiert wird das Fahrzeug aber auch zur Versorgung von Hilfs- und Rettungskräften auf Großeinsätzen. Innerhalb kürzester Zeit ist das Fahrzeug mit dem Betreuer-Team an jedem Ort im Landkreis Starnberg oder bei Bedarf darüber hinaus. „Der Betreuungsbus ist eine optimale Ergänzung auf unseren Einsätzen: Während die Rettungsassistenten und Sanitäter-Teams die Versorgung schwerer Verletzter übernehmen, kann sich der Betreuungsdienst um alle anderen Betroffenen kümmern“, erklärt Matthias Noell,  Bereitschaftsleiter des BRK Gilching, das Einsatzkonzept.

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